Und was kann ich tun?

 

1. Kaufe Honig bei Deinem lokalen Imker

Honig kann man aus dem Ausland importieren - die Bestäubungsleistung bei uns vor Ort aber nicht! Diese ist jedoch essentiell für den Erhalt der Artenvielfalt. Deshalb: Unterstützte Deinen lokalen Imker - er sorgt mit seinen Bienenvölkern dafür, dass die Natur bei Dir vor der Haustüre vielfältig und abwechslungsreich bleibt und dass Du reichlich Obst und Gemüse ernten kannst.

 

2. Pflanze eine Bienenweide

Ein ordentlich gemähter Rasen im Garten ist zwar schön anzuschauen, für Bienen sind diese Graswüsten aber eine Katastrophe - sie bietet keinerlei Nahrungsangebot. Leider geht es den Bienen in weiten Teilen unserer landwirtschaftlich genutzten Flächen heute ebenso. Großflächige Monokulturen und durch zu häufigen Schnitt verarmte Grünflächen bieten viel zu wenig Nektar- und Pollenquellen. Obwohl unsere Natur grün aussieht, hungern die Bienen! Um so wichtiger wäre es, den Bienen in den privaten Gärten ein abwechslungsreiches Angebot an Nektar und Pollen zur Verfügung zu stellen.

Hier können Sie mit Ihrem Garten oder einem Blumenkasten auf dem Balkon wahre Oasen bieten! Säen Sie Bienen-Blütenmischungen und freuen Sie sich über regen Besuch in Ihrem Garten! Weitere Info unter: www.bluehende-landschaft.de

 

3. Unterstütze Mellifera e.V. - das Netzwerk für wesensgemäße, nachhaltige und ökologische Bienenhaltung

Durch Deine Spende oder  Mitgliedschaft bei Mellifera hilfst Du , die Argumente und Vorteile einer wesensgemäßen Bienenhaltung aktiv zu verbreiten - davon profitieren wir alle! Weitere Info unter: www.mellifera.de

 

4. Verschenke Bienenpatenschaften

Ein sinnvolles Geschenk! Bienen-Patenschaften können Sie sich selbst und anderen schenken. Damit sorgen Sie aktiv für eine zukunftsfähige und ökologische Art der Bienenhaltung. Die adoptierten Bienen werden im Rahmen der Ausbildungs- und Forschungsarbeit von Mellifera e. V. betreut. Der Verein setzt sich in allen deutschsprachigen Ländern und zum Teil auch darüber hinaus dafür ein, dass Bienen ihrem Wesen gemäß leben können und keinen unnötigen Belastungen ausgesetzt sind. Weitere Info unter: www.beegood.de

 

5. Halte eigene Bienen

Da heute (fast) keine wild lebenden Bienenvölker mehr existieren und die konventionellen Imker mit hohen Völkerverlusten zu kämpfen haben, reicht die Anzahl an Bienenvölkern für eine flächendeckende Bestäubung nicht mehr aus. Die Lösung können nicht die wenigen, professionellen Imker sein, die mit hunderten Bienenvölkern arbeiten, sondern viele kleine Hobbyimker, die mit wenig Aufwand an ein oder zwei Standorten 5 - 10 Bienenvölker betreuen. Nur ein Hobbyimker, der nicht vom Honigertrag leben muss, kann es sich leisten, den Honig in mageren Jahren den Bienen zum Überwintern zu überlassen. Parallel dazu muss versucht werden, wieder wild lebende Volker anzusiedeln.

Eigentlich ist die Bienenhaltung gar nicht so kompliziert, wie man sich anfangs vielleicht vorstellt. Es ist nicht notwendig, für viel Geld eine umfangreiche Ausrüstung anzuschaffen. Eine einfache Bienenbeute - mit durchschnittlich ausgeprägtem handwerklichem Geschick ohne weiteres selbst zu bauen - und einige kleinere Werkzeuge (Hut mit Schleier, Smoker, Bienenbesen, Stockmeissel) reichen aus.

 

Naturnah Imkern mit der Warré-Beute

Eloi François Émile Warré (1867 - 1951) war Abt in einem französischen Kloster und sammelte jahrzehntelange Erfahrungen mit hunderten von Bienenvölkern und 350 Beuten verschiedenster Systeme und Betriebsarten. Die Ergebnisse seiner Forschungen im Bereich der naturnahen Bienenhaltung und die Gegenüberstellung aller gängigen Beutesysteme und Betriebsweisen hat er detailliert schriftlich festgehalten. Sein Buch: "L'apiculture pour tous" (franz. "Bienenhaltung für alle") darf bis heute als Standardwerk der Imkerliteratur betrachtet werden.

Eine Einführung in die Warré-Imkerei finden Sie hier:  http://www.warre-bienenhaltung.de/Imkern_nach_Warre.pdf

und eine deutsche Übersetzung von Warré's Buch "Bienenhaltung für alle" finden Sie hier: http://www.warre-bienenhaltung.de/Warrebuch_Webversion.pdf

Warré zeigte auf, dass die meisten "Innovationen" in der Imkerei eher dem Komfort des Imkers dienen, als der natürlichen Lebensweise der Bienen. Deswegen entwickelte er seine eigene Beute, die "Ruche populaire" (franz. "Volksbeute"), in welcher er alle Vorteile der untersuchten Systeme vereinte. Da für Warré immer die natürliche Lebensweise der Bienen im Mittelpunkt stand, eignet sich die Warré-Beute auch heute noch wunderbar, um Bienen möglichst naturnah halten zu können.

Eine detaillierte Bauanleitung für eine Warré-Beute finden Sie hier: http://www.warre-bienenhaltung.de/Warrebeute_Bauanleitung.pdf

Da zu Warré's Zeiten die Varroa-Milbe noch nicht verbreitet war, ist es notwendig, den originalen Beuteboden etwas zu modifizieren. So erhalten wir einen Varroa-Boden, der uns eine einfache Diagnose und Kontrolle der Behandlung ermöglicht.

Eine detaillierte Bauanleitung des Varroabodens finden Sie hier: Link folgt

Aber sicherlich haben Sie jetzt noch unzählige Fragen ... bei einigen kann Ihnen bestimmt dieses Forum weiterhelfen: http://www.immenfreunde.de/forum/